CIM-10
Die internationale Klassifikation der Krankheiten der WHO, die insbesondere in Europa und in der Schweiz verwendet wird.
Was ist das?
Die ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision; auf Französisch CIM-10) wird von der Weltgesundheitsorganisation herausgegeben. Sie umfasst sämtliche Krankheiten und Gesundheitsprobleme, darunter ein eigenes Kapitel zu psychischen und Verhaltensstörungen.
Sie ist in zahlreichen Ländern, einschliesslich der Schweiz, die Referenzklassifikation für Gesundheitsstatistiken und die Abrechnung. Ihre Nachfolgeversion, die ICD-11, ist 2022 in Kraft getreten und wird schrittweise eingeführt.
Warum wird sie verwendet?
Die ICD ermöglicht es, eine Diagnose weltweit standardisiert zu kodieren, was die epidemiologische Überwachung und die Koordination der Versorgung erleichtert.
DSM-5 und ICD decken sich bei den meisten Störungen weitgehend, weisen aber gelegentlich Unterschiede bei Schwellenwerten oder Begriffen auf. Beide sind sich ergänzende Referenzwerke.
Ihre Grenzen
Wie das DSM bietet auch die ICD Kategorien an, die eine komplexe Realität vereinfachen. Sie dient der Klassifikation und Kodierung, nicht dem Ersatz der individuellen klinischen Beurteilung.
Diese Seite dient der Information. Sie ersetzt nicht den Rat einer Fachperson für Gesundheit.