DSM-5
Das Referenzhandbuch der amerikanischen Psychiatrievereinigung zur Klassifikation psychischer Störungen.
Was ist das?
Das DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 5. Auflage) wird von der American Psychiatric Association (APA) herausgegeben. Es beschreibt für jede psychische Störung genaue diagnostische Kriterien: welche Symptome, in welcher Anzahl, seit wie langer Zeit und mit welchen Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person.
Die 5. Auflage erschien 2013, gefolgt von einer Überarbeitung (DSM-5-TR) im Jahr 2022. Es ist das am häufigsten verwendete Klassifikationsinstrument in Forschung und klinischer Praxis, insbesondere in Nordamerika.
Warum wird es verwendet?
Das DSM-5 bietet eine gemeinsame Sprache: Es ermöglicht verschiedenen Fachleuten, mit denselben Kriterien über dieselbe Störung zu sprechen. Dadurch werden Diagnosen besser reproduzierbar und Forschungsergebnisse von Studie zu Studie vergleichbar.
Viele Screening-Fragebögen (darunter mehrere der hier angebotenen) sind so aufgebaut, dass sie die Kriterien des DSM-5 widerspiegeln, beispielsweise die Kriterien A und B der Autismus-Spektrum-Störung.
Seine Grenzen
Das DSM-5 beschreibt Kategorien, doch die klinische Realität ist oft differenzierter: Störungen überschneiden sich und äussern sich je nach Person unterschiedlich. Eine Diagnose lässt sich niemals auf das Ankreuzen von Kästchen reduzieren – sie erfordert ein vertieftes klinisches Gespräch.
Ein Fragebogen, der sich am DSM-5 «orientiert», stellt daher keine Diagnose: Er erkennt Anhaltspunkte, die gegebenenfalls eine fachliche Abklärung verdienen.
Diese Seite dient der Information. Sie ersetzt nicht den Rat einer Fachperson für Gesundheit.